Aufbau der Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) im Lehramt (Curriculum 24W)
Bachelorstudium
Das Orientierungspraktikum wird fachunabhängig an einer Mittelschule (MS) absolviert und durch die Begleitlehrveranstaltung aus den BWG „Theorie und Praxis des Unterrichts“ ergänzt.
Das Orientierungspraktikum sowie die Begleitlehrveranstaltung „Theorie und Praxis des Unterrichts“ sind verpflichtende Voraussetzungen für die Anmeldung zum Fach‑ bzw. Spezialisierungspraktikum PPS 1.
Nach dem Orientierungspraktikum folgt das Fach- bzw. Spezialisierungspraktikum PPS 1.
Das PPS 1 kann an den Schultypen (AHS, BMHS oder MS) absolviert werden. Während des Praktikums werden die Studierenden von qualifizierten Praxislehrpersonen begleitet und betreut.
Parallel dazu sind Begleitlehrveranstaltungen aus der Fachdidaktik sowie den Bildungswissenschaftlichen Grundlagen zu absolvieren. Diese dienen der theoretischen Vertiefung und unterstützen die Verbindung von Praxis und wissenschaftlicher Reflexion.
Inhaltlich liegt der Schwerpunkt des PPS 1 und der zugehörigen Begleitlehrveranstaltungen auf den Grundlagen der Praxisforschung sowie auf der Beobachtung, Planung und Durchführung von Unterricht.
Für die Anmeldung zu PPS 2 bzw. PPS 3 ist der erfolgreiche Abschluss von PPS 1 sowie der dazugehörigen Begleitlehrveranstaltungen aus Fachdidaktik und Bildungswissenschaftlichen Grundlagen erforderlich.
Die Praktika PPS 2 und PPS 3 können in beliebiger Reihenfolge an den Schultypen (AHS, BMHS oder MS) absolviert werden. In einigen Unterrichtsfächern ist zwischen PPS 1 und PPS 2 ein verpflichtender Schultypwechsel vorgesehen. Genauere Informationen dazu finden sich in den „Häufig gestellte Fragen“.
Wie bereits im PPS 1 werden auch die Schulpraktika in PPS 2 und PPS 3 von qualifizierten Praxislehrpersonen begleitet und betreut. Ebenso sind die Begleitlehrveranstaltungen verpflichtend parallel zu den Praktika zu absolvieren.
Inhaltliche Schwerpunkte der Praktika:
- PPS 2 – Diversität und Heterogenität: Auseinandersetzung mit Vielfalt und Inklusion in Bildungsprozessen.
- PPS 3 – Diagnostik und Leistungsbeurteilung: Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht mit besonderem Fokus auf Diagnose, Lernstandserhebung und Leistungsbeurteilung.
Das Forschungspraktikum ist fachunabhängig und liegt in der Verantwortung der Bildungswissenschaftlichen Grundlagen. Im Rahmen der Lehrveranstaltung Qualitätssicherung und Evaluation setzen Sie sich in Form einer schriftlichen Arbeit mit einer von Ihnen ausgewählten Forschungsfrage auseinander. Ein besonderer Fokus bei der Themenwahl liegt dabei auf der Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht.
Masterstudium
Die Fach‑ bzw. Spezialisierungspraktika (PPS 4/5) im Masterstudium finden in geblockter Form statt und widmen sich in jedem Unterrichtsfach einem abgeschlossenen Themengebiet. Sie beinhalten – je nach Möglichkeiten der Schule – auch Assistenztätigkeiten. Diese Praktika bieten die Gelegenheit, die Schulrealität intensiv kennenzulernen, Beziehungen zu Schüler:innen und Lehrkräften aufzubauen sowie an schulischen Aktivitäten wie Konferenzen, Projekten oder Zusatzangeboten mitzuwirken.
Im Rahmen der Fach- bzw. Spezialisierungspraktika (PPS 4/5) ist ein Selbststudienanteil zu absolvieren; zusätzlich ist die Begleitlehrveranstaltung aus der Fachdidaktik zu besuchen.
Voraussetzung für die Anmeldung zu den Masterpraktika ist der erfolgreiche Abschluss des Bachelorstudiums Lehramt.
Das Pädagogische Praktikum im schulischen/außerschulischen Bereich kann an Einrichtungen bzw. Institutionen mit einem ausgewiesenen pädagogisch nachhaltigen Konzept für die Altersgruppe der Primar- und Sekundarstufe absolviert werden. Es dient dem Ausbau von Kompetenzen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
An das Praktikum schließt ein verpflichtendes Reflexionsseminar an. Die Anmeldung zum Reflexionsseminar ist erst nach der Anerkennung des entsprechenden Praktikums möglich.